Fahrzeugtypen: E-Bike und Pedelec

Fahrzeugtypen

Was ist ein E-Bike?

Elektrofahrrad, E-Bike, Pedelec und LEV: an Bezeichnungen für das Fahrrad mit dem eingebauten Rückenwind mangelt es nicht. Sämtlichen Arten übergeordnet ist die Abkürzung LEV. Sie steht für Light Electric Vehicles oder auf Deutsch Leicht-Elektrofahrzeug.

Die Bezeichnungen E-Bike und Elektrofahrrad stehen unspezifisch für alle Arten von Zweirädern mit Elektroantrieb. Sie wird sowohl für Pedelecs verwandt als auch für elektrisch betriebene Zweiräder, die ausschließlich mit einem Motor fahren. Beim E-Bike mit Gashebel wie auch beim Pedelec wird ihre Trittkraft mit der Kraft aus einem kleinen, aber leistungsstarken Elektromotor unterstützt.

E-Bikes mit Gashebel hingegen werden auch Leichtmofas genannt. E-Bikes können nicht nur wie das Pedelec im Mischbetrieb oder als reines Fahrrad betrieben werden, sondern auch rein mit Motorkraft durch bloßes Drehen eines Drehgriffs („Gasdrehgriff“). Im Gegensatz zu den Pedelecs, deren Potential darin liegt, dass sie trotz unterstützender Motorisierung in der EU als Fahrräder gelten und somit zulassungsfrei sind, bedürfen E-Bikes mit Gashebel in Deutschland einer Betriebserlaubnis und sind somit versicherungspflichtig. Die motorisierte Höchstgeschwindigkeit ist vom Gesetzgeber auf 20 km/h begrenzt. Eine eigene Tretleistung ist dabei nicht erforderlich. Motorisierung und Muskelkraft wirken somit als Antriebssysteme unabhängig voneinander. Eine Helmpflicht besteht nicht, trotzdem gilt ein Helm als empfehlenswert.

Welche Fahrzeugtypen gibt es?

Was sind Pedelecs?

Was sind Pedelecs?
Der Ausdruck Pedelec (Electrically Power-Assisted Cycle) wird seit etwa Ende der 1990er Jahre für ein Fahrrad mit Tretunterstützung durch einen Elektro-Hilfsmotor verwandt. Der durch einen Akku betriebene Elektromotor gibt seine Leistung zur Tretkraft des Fahrers hinzu, bietet also eine Tretunterstützung. Er schaltet sich ab, wenn nicht getreten wird oder wenn eine Geschwindigkeit von maximal 25 km /h erreicht ist. Ein Pedelec fährt also im Unterschied zum E-Bike mit Gashebel nicht allein nur mit Motorkraft. Es ist eine clevere, perfekt dosierte Kombination von Muskelenergie und elektrischer Energie. Der Fahrer ist dabei immer aktiv. Technisch gibt es dafür zwei Methoden. Entweder vollautomatisch angepasst an die Leistung, die der Fahrer per Trittkraft aufbringt (Trittkraft gesteuert) oder per Hand am Drehgriff (Sensor gesteuert). Man kann zusammenfassend sagen, dass als Pedelec die Räder bezeichnet werden, deren Elektroantrieb einen Pedalimpuls zur Motor-Aktivierung benötigen. Die meisten Modelle verfügen allerdings inzwischen zusätzlich über eine Anfahr-/Schiebehilfe bis 6 km/h, die unabhängig von der Tretleistung aktiviert werden kann.

Mehr Informationen zu Pedelec finden Sie hier.

Was ist ein E-Mobile?

Was ist ein E-Mobile
Ein E-Mobile ist ein hoch spezialisiertes und technisch aufwendiges Hilfsmittel, welches vielen gehbehinderten Menschen und Senioren mit und ohne Handicap im Alltag wichtige Dienste erweisen kann: Durch ein E-Mobile kann die Mobilität erhalten bleiben und die Teilnahme am sozialen Leben gesichert werden. Strecken lassen sich einfach und bequem überwinden, was nicht nur eine körperliche Erleichterung ist, sondern auch wieder mehr Lebensqualität in das Leben mobilitätseingeschränkter Personen bringt. Das höchste Gut für Menschen, denen das Laufen schwer fällt, ist, sich ihre Selbständigkeit zu bewahren. An der Mobilität zeigt sich die Dazugehörigkeit. Die mehrspurigen, offenen, elektrisch angetriebenen Leichtfahrzeuge, die nur den Fahrzeugführer befördern können, sind Elektromobile für die täglichen Wege oder Ausflüge. Die kompakten, wendigen und sehr komfortablen Fahrzeuge überzeugen durch ihr futuristisches Design, sehr gute Fahreigenschaften und durch kraftvolle Motoren bei einer robusten Konstruktion mit hoher Qualität. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und einfache Bedienung gelegt. Gepäck kann auf der Bodenplatte zwischen den Beinen oder im Korb am Lenker transportiert werden. Der Sitz ist zwecks der leichteren Einstiegsmöglichkeit als Drehsitz mit Arretierung ausgeführt. Anders als ein Elektrorollstuhl ist das E-Mobil meist nur auf eine Gehbehinderung ausgerichtet. Ein weiterer Unterschied zum E-Rollstuhl besteht in der direkten Lenkung des E-Mobiles. Folglich muss der Fahrzeugführer des Elektromobils beide Arme einsetzen können.

Was ist ein E-Scooter?

Was ist ein E-Scooter
Ein Elektro-Scooter – auch E-Roller genannt – ist heute vielen seiner benzingetriebenen Artgenossen auch in den Fahrleistungen mehr als ebenbürtig. Der typische E-Rollerfahrer ist oft ein überzeugter Rollerfaher, der auf die zukunftsorientierte, umweltverträglichere Variante umgestiegen ist. Steigende Energiekosten lassen aber auch manchen Autofahrer zum E-Roller Nutzer werden. Der Druck des Klimawandels und die steigende Energiekrise fordern zum Umdenken auf. E-Rollerfahrer verfolgen das Ziel, ihre Mobilität im Alltag möglichst einfach, günstig und komfortabel zu gestalten. Viele Komponenten und der Motor der E-Roller sind daher speziell für den Elektroeinsatz entwickelt.

Sparsam Tanken kann man heute nur an der Steckdose. Die intelligente Elektronik und der effiziente Radnabenmotor eines E-Rollers drücken Betriebskosten auf ungefähr 50 Cent pro 100 km. Durch den Entfall vieler Teile, die bei einem Benzinmotor verschleißen können, beschränken sich die Wartungskosten fast nur auf Bremsen und Reifen. Ohne Benzin, Öl und Abgase sind E-Roller einfach sauberer ohne dabei auf Komfort, Design und überzeugende Fahrleistungen zu verzichten. Die Entscheidung für einen E-Roller wird fast immer zu Liebe der Umwelt getroffen, denn der Anschaffungspreis ist höher als beim benzinbetriebenen Roller. Der Elektroroller nimmt es aber locker mit seinen benzingetriebenen 50 ccm Kollegen auf. Ein starkes Drehmoment und die lineare Leistungsentfaltung des Radnabenmotors garantieren auch im Soziusbetrieb oder an Steigungen zügiges Vorankommen. Mit einer Booster-Taste kann die Motorleistung sogar oft kurzfristig noch gesteigert werden. Ohne Motorbrummen und lästige Vibrationen beschleunigt der E-Roller ruck-zuck auf Höchstgeschwindigkeit und bietet dabei ein völlig neues Fahrgefühl, das sich am ehesten als leises Dahingleiten beschreiben lässt. Mehr als ein leises Surren ist nicht zu hören – ein Traum für alle lärmgeplagten Anwohner in den Großstädten. Anstecken, aufladen, losfahren, auch Plug & Drive genannt, macht Mobilität unkompliziert. Einfacher geht es nicht. Ölwechsel, Zündkerzenwechsel und Vergaserprobleme lässt der wartungsfreie Radnabenmotor Vergangenheit werden.

Was ist bei Pedelecs der schnellen Klasse neben den gesetzlichen Bestimmungen zu beachten?

Das schnelle Pedelec darf fast nur auf der Straße benutzt werden, denn es gilt rechtlich nicht mehr als Fahrrad, sondern als Fahrzeug. Es darf daher nicht auf allen Radwegen, im Park oder auf Wanderwegen benutzt werden. Das schnelle Pedelec ist auch fahrdynamische kein Fahrrad mehr und erfordert durch die erzielbare, erhöhte Geschwindigkeit von über 25 km/h bis zu 45 km/h eine entsprechende Reaktionszeit und hohe Wahrnehmungsgeschwindigkeit des Fahrers besonders im hektischen Stadtverkehr. Hier sollte die Modellwahl gut auf die individuellen Bedürfnisse und auch Fähigkeiten und Vorerfahrungen abgestimmt werden bzw. über ein Fahrtraining auf sicherem Terrain vor Aufnahme erster Ausfahrten nachgedacht werden. So kann sich der neue Besitzer mit den technischen Besonderheiten in aller Ruhe vertraut machen und sich abseits vom hektischen Straßenverkehr an das Fahrverhalten mit schnellem Elektroantrieb gewöhnen.

Auf Schnelligkeit ausgerichtete Pedelec-Pendler sollten durch eine geeignete Streckenwahl entspannen und weniger frequentierten Nebenstraßen den Vorzug geben, selbst wenn sie einen kleinen Umweg um die verwinkelte Altstadt bedeuten. Die erzielbare, höhere Geschwindigkeit im Vergleich zu einem normalen Pedelec (und im Vergleich zu einem normalen Fahrrad sowieso) beansprucht selbst hochwertige, besonders stabile und langlebige Komponenten im regelmäßigen Gebrauch stark. Daher sollte bedacht werden, dass Wartungsintervalle für sicherheitsrelevante Teile wie Bremsen, Kette u. a. sich verkürzen können. Elektrofahrräder mit Versicherungskennzeichen, also auch schnelle Pedelecs, müssen derzeit Reifen mit einer Profiltiefe von mindestens 1 mm haben, da sie als Kraftfahrzeug gelten. Nach § 36 Abs. 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) müssen Luftreifen von Kraftfahrzeugen mit Profilrillen versehen sein. Nur Fahrräder ohne Motor und Pedelecs kommen mit weniger Profil oder sogar mit profillosen Reifen aus. Ebenfalls vom Gesetzgeber ist ein großer Rückspiegel für schnelle Pedelecs vorgeschrieben.