
Ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Freizeitvergnügen am Wochenende oder als sportliche Aktivität – das Fahrrad gehört zu den liebsten Fortbewegungsmitteln der Deutschen. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Batterietechnologie bekommen herkömmliche Fahrräder allerdings Konkurrenz. Durch Strom aus Akkus betriebene Elektro Fahrräder kombinieren die Vorteile des traditionellen, muskelbetriebenen Fahrrads mit moderner Mobilitätstechnologie. Alles deutet darauf hin, dass die gesellschaftlichen Trends zu mehr Bequemlichkeit und Umweltbewusstsein dem E Fahrrad zum Siegeszug verhelfen werden. Doch haben sie wirklich schon das Zeug, sich langfristig gegen ihren Vorläufer durchzusetzen?
Was können die elektronischen Räder?
E Fahrräder bieten die Möglichkeit, sich auf eine sehr bequeme und umweltfreundliche Weise fortzubewegen. Je nach der gewünschten Unterstützungsrate durch den Elektromotor kann der Fahrer bestimmen, wie viel Hilfe seine Beine beim Antrieb des Rades benötigen, zu welchem Grad also der Motor die Fortbewegung übernimmt. Elektro Fahrräder können also beides: sie sind ein Hybrid aus dem klassischen, pedalbetriebenen Fahrrad und einem schadstoffneutralen Motorroller.
Dabei sind E Fahrräder keineswegs ausschließlich für den Gebrauch in der Stadt gemacht. Hersteller bieten auch Trekkingräder und sogar Sporträder wie z. B. Mountainbikes an, die mit einem Akku ausgestattet sind. Die Technik ist bereits so weit fortgeschritten, dass der Unterschied zwischen “echten” Fahrrädern und E Fahrrädern nur noch dem geschulten Auge auffällt, da die notwendigen Kabel meist innerhalb des Rahmens verbaut werden. Alle Elektro Fahrräder bringen einen zügig, entspannt und schweißfrei ans Ziel. Bis zu einer Motorleistung von 250 Watt und 25 km/h sind sie überdies genehmigungsfrei. Wer schneller fahren möchte, muss sich ein Mofa-Kennzeichen zulegen.
Worauf es bei Elektro Fahrrädern zu achten gilt
Einer der zentralen Nachteile der E Fahrräder ist immer noch ihre begrenzte Reichweite. Trotz stark weiterentwickelter Batterietechnologie geben die Hersteller die Reichweite einer Batterieladung abhängig vom gewählten Unterstützungsgrad mit ca. 40 – 80 km an. Das gilt für alle verbauten Batterietypen. Wer das Rad jedoch ausschließlich für den Einkauf in der Stadt benutzen möchte, ist von dieser Einschränkung sicherlich nicht so stark betroffen wie z. B. Liebhaber ausgedehnter Fahrradtouren. Ein weiterer Punkt, den es beim Kauf von elektrischen Rädern zu beachten gilt, ist die begrenzte Lebensdauer der Akkus. Nach spätestens vier bis fünf Jahren haben die Batterien ihre maximale Haltbarkeitsdauer erreicht und müssen ersetzt werden. Hier werden, abhängig vom Batterietyp, nochmals mehrere hundert Euro fällig.
Ist der Kauf eines E Fahrrades wirklich sinnvoll?
Fahrräder mit elektronischer Unterstützung gibt es inzwischen in allen möglichen Formen und Farben. Hersteller versprechen sich – auch durch den deutlich höheren Anschaffungspreis – ein gutes Geschäft. Ein E Fahrrad macht vor allem dann Sinn, wenn der Fahrer in seiner Beweglichkeit oder Kraft eingeschränkt ist, aber dennoch nicht auf das Fahrvergnügen verzichten kann oder will. Auch wer entspannt und unverschwitzt am Ziel ankommen möchte, sollte sich mit der Alternative E Bike ernsthaft auseinandersetzen. Zudem sind die elektronischen Räder inzwischen auch zu einer echten Alternative zu Mofa und Motorroller geworden.
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